Chronik

Chronik der FF Zell am See
von OVI CAV. Horst Scholz & OVI Claus Schichl

Die Zeit vor der Feuerwehrgründung

Urkundlich wurde "Cella in Bisontio" (Zell am See) erstmals, um 748 in der Notitia Arnonis, als kleine Kloster­siedlung angeführt. Rund um das Kloster entwickelte sich ein reges Wirt­schaftsleben. Die zentrale Lage im Gau ausnützend, erwarben die Zeller Geld und Gut und konnte sich zu einem wohlhabenden Gemeinwesen ausbilden.

Das erste Marktprivilegium geht auf das Jahr 1357 zurück. Die Pfleger waren seit 1606 zweimal im Jahr verpflichtet ein Ehehaft- oder Landtaiding unter der Linde am Marktplatz in Zell zu halten, zu dem die Bevölkerung "gepoten" wurde. Dieser Akt war im Wesentlichen eine feierliche, regelmäßig wiederkehrende Verlautbarung für die Untertanen über ihre Rechte und Pflichten gegenüber dem Landesherrn, dem Grundherrn und der Geistlichkeit. Dabei fehlte es auch nicht an Ermahnung, mit dem Feuer vorsichtig umzugehen, um jeglichen "Verderb" zu verhindern. Der Markt hatte eine nicht ganz reguläre Bauart. Die Mehrzahl der Häuser war zwar gemauert. im innern herrschte als Baumaterial Holz vor. Außerdem war es üblich, auf den Dachböden Brennholz zu lagern. Gegen Feuersbrünste fehlten jegliche Vorkehrungen. Im Jahre 1526 fielen beim Bauernaufstand die Burgen Fischhorn, Kaprun, Lichtenberg, Taxenbach und Wal­chen den Flammen zum Opfer. Die Bauern sollen sie angezündet haben. Der Markt Zell wurde von den Bauernscharen besetzt und man drohte, den Vogtturm anzuzünden. Die Bauern mußten die Burgen wie­der aufbauen und man führte nun eine Brandsteuer ein, die viel Aufregung verursachte.

Im Bürgereinschreibbüchl aus dem Jahr 1780, in dem alle Privilegien und Verordnungen der Bürger im Markt Zell festgehalten wurden, finden wir auch unter Punkt 3. einen Hinweis, daß der Feuerschutz sehr ernst genommen wurde. Die Einwohner hatten "allen Fleiß und Aufsicht vermög Feuer und Wassergefahren" ihrerseits anzuwenden und auch die Untermieter dementsprechend zu unterweisen. Bei der Bürger auf nähme im 18. Jahrhundert kommen bei allen Verleihungen die halben und ganzen Wassereimer oder rund ein Betrag von fl. 50,- vor. Die Feuerordnung für die Märkte, vom l. April 1648, schreibt in Punkt 2 jedem Bürger und Einwohner bei Strafe vor, "zumal bei Sommerszeit mit Wasser gefüllte Bedingen unter den Dächer zu haben." Punkt 6: "Damit an Werkzeugen zum Feuerlöschen kein Mangel erscheine, so sollen in jedem Viertel Feuerhäcken und Leitern angeschafft, die ledernen Eimer aber bey dem Marktgericht wohl verwahret und, zugleich auch an gewisse Orte, besonders zu den Brünen. Etlich Bedinge auf Schleifen, um sich derselben im Notfall bedienen zu können, hingestellt werden." Interessant ist Punkt 9: "Soll jeder bey höchster Strafe verbunden seyn, wenn er gleich der Verursacher des Feuer wäre, dasselbe alsogleich zu eröffnen und zu beschreyen, auch nicht zu entfliehen, indem er samt Weib und Kind die nächsten drei Tage Geleit und Sicherheit zu haben hat." Der Marktbrunnen galt als wichtiger Löschbehelf und die Erhaltung oblag der Bürgerschaft. Die Angst vor dem Feuer war, wie man aus Berichten immer wieder lesen kann, sehr groß. Viele Bürger nahmen die schon damals bestehenden Vorschriften nicht genügend ernst, so verschärfte man 1710, auf Anordnung des Gemeindeoberhauptes, die Feuerbeschau. In den Jahren 1270 und 1559 sind größere Kirchenbrände verzeichnet. 1729 brannte der Gasthof Bräu, das Feuer griff auch auf das Pflege- und Probsthaus und den Vogtturm über, doch die Kirche und der übrige Markt wurden verschont.
Ein Votivbild erinnert heute noch an die Feuersbrunst.

Der schwerste Kirchenbrand wurde im Jahr 1770 verzeichnet, ein fürchterliches Feuer vernichtete die Pfarr- und danebenstehende Fraukirche (Maria im Walde) und noch einige Häuser im Markt. Der Vogtturm brannte teilweise aus. 1866, zwei Jahre vor der Feuerwehrgründung, wurde ein weiterer Großbrand verzeichnet. Im Stall des Chirurgen Hanselmann brach ein Feuer aus, die Flammen vernichteten Diesbacher-, Hutterer und Neuwirthshaus, sowie die Stallgebäude des Pfarrers und Diesbachers. Im folgenden Jahr vernichtete in der Nachbargemeinde Brück ein Großbrand zwölf Häuser und acht Stallungen. Der Ort Zell am See liegt großteils auf dem Schuttkegel vom Schmittenbach und Bapt. Egger schrieb 1855 über den Schmittenbach: "Im Frühjahre, wenn der Schnee bei dem oft plötzlich eintretenden Südwinde auf der "Schmidtnerhöhe" zu schmelzen anfängt, und im Sommer, wenn bei Hochgewittern auf demselben Riesel fallen, bricht dieser Bach mit einer gräulichen Wuth aus, führt Bäume, Steine und Schutt mit sich, versandet, untergräbt Alles, und setzt so den Markt der größten Gefahr aus. Den Ausbruch seiner Wuth hat der Markt Zell schon öfters erfahren. Den Marktbewohnern wird jederzeit bange, wenn sich über den Schmidtnerberg Gewitterwolken ziehen. Bemerkt man, daß im Markte Gefahr drohe, so wird in der Pfarrkirche, es sei bei Tag oder Nacht mit allen Glocken, wie bei Entstehung einer Feuersbrunst, geläutet." Bapt. Egger hatte mit seinen Worten nicht übertrieben. In der Chronik finden sich seit 1567 immer wieder Eintragungen über schwere Überschwemmungskatastrophen durch den Schmittenbach. Ein altes Votivbild erinnert an das große "Schadensereignis" im Jahre 1737. Der Schmidtnerbach wälzte eine Schlammflut durch den Markt und bedrohte Leben und Eigentum. Man kann fast von einem Wunder sprechen, daß nur ein Menschenleben zu beklagen war.

125 Jahre im Dienst am Nächsten
Rückblick 1868 - 1993

1868

Am 24. Oktober gründeten vier Zeller Bürger die "Freiwillige Feuerwehr" im damaligen Markte Zell am See, um eine organisierte Brandbekämpfung zu gewährleisten. Zum Gründungskomitee gehörten der k.k. Notar Dr. Ruedl Stapf (Kommandent Stellvertreter 1868 - 1870), Kaufmann Johann Kastner und der Fischer und Hausbesitzer Josef Hölzl. Zell am See war somit nach Oberndorf, Salzburg und Straßwalchen die 4. Freiwillige Feuerwehr im Land Salzburg. Die Zeller haben aus dem Großbrand in Bruck, der ein Jahr vorher fast den ganzen Ort vernichtete, eine Lehre gezogen. Die Bürger nahmen zur Kenntnis, daß die lange vernachläßigte Gemeindepflicht, den Bürger und sein Eigentum gegen den tückischen Feind "Feuer" zu schützen, endlich erfüllt werden müsse. Die alte Gemeindelöschordnung und Feuerlöschrequisiten waren die Grundlagen für den neu gegründeten Feuerwehrverein. Im selben Jahr wurde auch der erste Gendarmerieposten im Marktzentrum eröffnet.

1869

Das Kommando besuchte am 6. Juni den Landes-Feuerwehrtag und eine Löschmaschinenausstellung in Salzburg.

1871

Unter Kommandant Anton Walde (1871 - 1878) und Stellvertreter Dr. Franz Palla (1870 - 1880) fand die erste große Feuerwehrübung auf dem Marktplatz statt, die sich "ruhig, zweckentsprechend und sehr rasch vollzog". Man erkannte die großen Vorteile einer einheitlichen Leitung, rationell und praktisch geschulter Organe, sowie vollkommener Löschapparate und Ausrüstungsgerätschaften.

1874

Mit Rücksicht auf die während des Eisenbahnbaues und des späteren Betriebes eingetretene, erhöhte Feuersgefahr, kaufte die Marktgemeinde eine "Knaust'sche Saugspritze".

1875

Mit der Eisenbahneröffnung begann für Zell am See ein ganz außergewöhnlicher Aufschwung als Femdenverkehrsort und damit verbunden eine enorme Bautätigkeit. Die Einwohner- und Gästezahl nahm ständig zu. Man zählte im "Feuerwehr-Verein" 45 Mitglieder. Die erste Auswärtsfahrt - zum 10-jährigen Gründungsfest nach Oberndorf - erfolgte natürlich mit der neuen Eisenbahn.

1878

Der Gastwirt Rupert Schwaiger wurde neuer Kommandant und zur Florianifeier spielte erstmals die neugegründete Bürgermusik. Beim Pechsieden im Bräuhaus Poschacher entstand ein Brand, wobei durch den raschen Feuerwehreinsatz ein größerer Schaden verhindert wurde.

1879

Den Pinzgauern hatte die vor drei Jahren angestrebte Gründung eines Landes-Feuerwehrverbandes zu lange gedauert. Sie gründeten daher in Bruck, beim Lukaswirt, einen Feuerwehr-Bezirksverein. Vorstand war Johann Riedelsperger aus Saalfelden und Obmann Dr. Franz Palla aus Zell am See. Ziel des Vereines waren: Einheitliche Kommandos und Signale, Einführung eines gleichmäßigen Gewindes nach Metz, Bestimmungen und gegenseitige Verständigung bei Bränden, eine bessere Löschordnung. Das dringend notwendige Spritzenhaus mit Schlauchturm konnte durch Hilfe der Marktgemeinde und viel Eigenleistung, gegenüber dem Schloß Rosenberg, am heutigen Post-Vorplatz, errichtet werden. Am 15. August versammelte sich die Wehr vollzählig zur Kaiserhuldigung am Bahnhof.

1880

Tierarzt Dr. Franz Palla wurde Kommandant (1880 -1882) und der Wirt Rupert Schwaiger Stellvertreter (1880 - 1888). Für die Ausbildung errichtete man eine Steigerwand beim Spritzenhaus. Die Begeisterung für eine feuerwehrliche Tätigkeit war sehr mäßig und es folgten Schwierigkeiten beim Mannschaftsstand. Um den nötigen Schutz zu gewähren, gab es für die Hausbesitzer zwei Möglichkeiten, entweder einen Mann zur Feuerwehr abzustellen, oder 10 Kronen an die Feuerwehr zu bezahlen. Am 10. November wurde eine neue Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung für das Herzogtum Salzburg erlassen.

1882

Kommandant Johann Freisinger (1882 - 1884), von Beruf Tischler, hatte mit Gegnern des Feuerwehrwesens zu kämpfen, die Feuerwehr stand bereits vor der Auflösung. In der Bevölkerung bestand vielfach die Meinung, daß man keine Feuerwehr brauche, wenn man gut versichert sei. Einige Feuerwerhmänner traten der neu gegründeten Liedertafel bei.

1883

Ein Gesinnungswandel trat bei der Bevölkerung ein, man hatte wieder reges Interesse an den Fortbestand der Feuerwehr gezeigt und man war auch, zur Freude des neuen Kommandanten Anton Piger, bereit, diesen "edlen und gemeinnützigen Zweck" auch materiell zu unterstützen.

1886

Mit dem Ankauf von zwei neuen Spritzen und einer Schlauchausrüstung wurde die Wehr wesentlich gestärkt. Wehrmänner traten auch in den ein Jahr vorher gegründeten Veteranenverein ein.

1888

Am 6. Februar erfolgte von der Schmittenhöhe ein gewaltiger Lawinenabgang, der sich bis in die Nähe des Sauruckgutes erstreckte und zwei Menschenleben forderte. Trotz eifriger Suche, an der sich auch die Feuerwehrmänner beteiligten, konnten die Opfer erst sehr viel später gefunden werden. Enorme Schneemassen erschwerten den Einsatz.

1889

Das Landesfeuerwehrkommando in Salzburg schrieb an den neuen Zeller Kommandanten Franz Höttl: "Wir sind sehr stolz auf euch, ihr gehört zu den Besten im Lande." Die Einwohnerzahl, ohne Saisonarbeiter, betrug 1155 Personen und im Sommer 31.078 Übernachtungen. Seit der Feuerwehrgründung war der Ort von einem größeren Brandunglück verschont geblieben, dazu hatte die Feuerwehr mit Aufklärungsarbeit zur Brandverhütung wesentlich beigetragen.

1891

Ein dringend notwendiger Mannschaftswagen mit Doppel-Pferdebespannung für 20 Mann wurde angekauft und zu Floriani mit Musik und Glockenklang am Marktplatz empfangen.

1893

Kaiser Franz Josef besuchte Zell am See und die Schmittenhöhe, wobei auch viel Lob der Feuerwehr, die für den Brandschutz im Hotel Kaiserin Elisabeth und im Berghotel Schmittenhöhe verantwortlich war, ausgesprochen wurde.

1897

Am 14. Juli entstand auf dem Gemeindedampfschiff "Stephanie" ein Brand, der das Schiff und die Bootshütte trotz mutigen und raschen Einsatz der Feuerwehr vernichtete; die Versicherungssumme betrug fl. 5000,—.

1900

Nach der Eröffnung des Elektrowerkes an der Schmittenstraße bekam die Feuerwehr beim Spritzenhaus elektrisches Licht. Eine weitere Lampe mit moderner Glühbirne wurde am Marktplatz und beim Bahnhof installiert. Für Alarme verwendet man noch die Kirchenglocken und das Signalhorn. Ein Brandleger zündete das Unterbachseitengut im Ort an, die Feuerwehr konnte nichts mehr retten.

1901

Der Ankauf einer dreiteiligen Magirus-Schiebeleiter (14 Meter) gewährleistete einen noch besseren Brandschutz für die zahlreichen Hotels im Markt. Sie ermöglichte vor allem, Menschenleben bei Bränden aus oberen Stockwerken zu retten. Die Leiter fand auch bei den nun einsetzenden Montagen der neuen Lichtleitungen große Verwendung. Eine neu gegründete Salzburger Feuerwehrzeitung fand reges Interesse und Zuspruch

1902

Gleich zwei wichtige Feuerwehrveranstaltungen in Zell am See waren für das Kommando eine große Ehre: Am 9. März ging in der Bergstadt der Feuerwehr-Gautag und am 22. Juni der 8. Landesfeuerwehrtag über die Bühne. Eine Großübung der 70 Mann starken Zeller Wehr auf dem Stadtplatz fand bei den zahlreichen Gästen großes Lob und Anerkennung. Sie zollten den Wehrmännern "Gewandtheit und Kühnheit" und stellten "vorzügliche Leistungsfähigkeit" fest. Schwere Gewitter forderten in diesem Jahr zahlreiche Hochwassereinsätze in Zell am See und in den Nachbarorten.

1903

Durch einen Fehler in der elektrischen Anlage brannte in Thumersbach das große Hotel "Bellevue" zum überwiegenden Teil ab. Nur einiges von der Einrichtung konnte gerettet werden.

1904

Eine Feuerwehr-Sanitätsabteilung mit zwei Trag- und einer Räderbahre, unter dem Kommando von Johann Onz, wurde gegründet "behufs Erste Hilfeleistungen bei plötzlichen Unglücksfällen".

1906

Die Nachbargemeinde Thumersbach gründete eine eigene Feuerwehr. Zahlreiche Brandeinsätze in den folgenden Jahren bestätigten diese Notwendigkeit.

1908

Zum 60. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef fand beim Hotel Krone in Zell am See eine Großübung statt. Kommandant Anton Gassner leitete sie mit viel Geschick und erntete bei der Bevölkerung große Anerkennung.

1909

Die Wehr kam in den Besitz einer weiteren Magirusleiter. Sie war nach dem Schlauch eines der wichtigsten Geräte für die "Steiger" und "Brecher". Alle Hausbesitzer bekamen eine Feuerlöschordnung zugestellt. Sie bestand aus sieben Punkten.

1910

Am 15. März lieferte die Firma Gugg die neue Saug-und Druckspritze. Ein Jahr später folgte noch eine Gebirgs-Abprotzspritze. Die eindrucksvollste Neuheit war der Telefonaschluß im Spritzenhaus.

1911

Die Verbesserung der Ausrüstung ging zügig weiter. Neue Errungenschaften: Eine Rettungsrutsche, Schläuche mit Reichskupplung und als Exklusivität ein Simplex-Schlauch-Umschaltapparat. Eine große Hauptübung unter Einbeziehung der Hydranten zeigte die Wirksamkeit der Ortswasserleitung auf. Alle 85 Wehrmänner nahmen an dieser ein drucksvollen Übung teil

1912

Am 21. April wurde die erste Unfallmeldestelle bei der Firma Prodinger auf dem Marktplatz eingerichtet. Sie wurde mit einer farbigen Lampe gekennzeichnet. Zur Florianifeier fand eine Großübung im Marktbereich und beim Gasthof "Tischlerhäusl" statt. Die neuen Storz-Schlauchkupplungen standen erstmals im Einsatz.

1913

Eine große Auszeichnung für die Zeller Wehr war die Wahl von Kommandant Anton Gassner zum Pinzgauer Gauinspektor. Die Aufstockung des Feuerwehrhauses ermöglichte, einen kleinen Schulungs- und Kameradschaftsraum einzurichten. Bei der zweiten Pinzgauer Bezirksausstellung im Ort richtete die Wehr einen Beratungsstand für Brandverhütung ein. Ein Großbrand vernichtete in diesem Jahr das Schüttgut. Die benachbarten Häuser retteten die Feuerwehren aus Zell am See, Brück, Kaprun, Piesendorf und Thumersbach.

1914

Alle militärisch ausgebildeten Feuerwehrmänner bis zum 41. Lebensjahr mußten innerhalb von 24 Stunden einrücken. In den meisten Beherbergungsbetrieben wurden Pflegestätten für Verwundete eingerichtet. Nicht eingezogene Wehrmänner führten lokale Krankentransporte durch.

1919

Viele Wehrkameraden fielen im Krieg. Es herrschte bittere Not. Trotzdem wurden zwei Rosenbauer Motor-Tragkraftspritzen in den Dienst gestellt, um den Brandschutz im Markt zu gewährleisten.

1921

Die erste Automobilspritze von Rosenbauer in Linz, ein Fiat 1-C, erforderte eine Investition von 110 Millionen Kronen. Viele kritische Zeller wohnten der ersten Schauübung am See bei. Die irrtümliche Meinung, ein Brandeinsatz mit einem Benzinauto sei mit zu hohem Risiko verbunden, wurde korrigiert. Im selben Jahr zwang Pferdemangel dazu, den Mannschaftswagen zu verkaufen. Das neue Feuerwehr-Sanitätsauto erwies sich nicht nur für die Marktgemeinde, sondern für den ganzen Pinzgau als wichtige Anschaffung. Im Hotel "Krone" ging ein gut besuchter Pinzgauer Feuerwehrkurs erfolgreich über die Bühne. Zehn Rauchmasken wurden nach einer Vorführung angekauft.

1923

Am 4. Juni stand Zell am See im Zeichen des 15. Landesverbandstages für das Feuerwehrwesen. Im selben Jahr erwarb die Wehr ein weiteres Auto mit Pumpe. Im folgenden Jahr wurde die erste elektrische Sirenenalarmanlage installiert.

1925

Kommandant Anton Gassner wurde die Ehre zuteil, Präsident des Landesverbandes für Feuerwehr und Rettungswesen zu werden. Amtsleiter Adolf Mühldorf folgte ihm als Ortsfeuerwehrkommandant nach. Eine Feuersbrunst vernichtete das Lehenwirtshaus mit Wirtschaftsgebäude.

1926

Das neue Feuerwehrauto "Laurin" mit Leiter, von der Fa. Rosenbauer/Linz angekauft, leistete bis zum Jahr 1944 gute Dienste.

1927

Man darf es als Jahr des "Roten Hahn" bezeichnen. Eine Brandkatastrophe, vom Stadlergut ausgegangen, vernichtete in Thumersbach vier Höfe mit insgesamt 14 Objekten. 40 Personen verloren ihre Heimstätte. Auch das Premstallgut brannte nieder. Die Gendarmerie forschte in Bruck einen Brandstifter aus, der seit 1923 zahlreiche Brände gelegt hatte.

1928

Der Markt Zell am See erlebte die Stadterhebung. Die Bergstadt wurde zur viertjüngsten im Land Salzburg. Die Feuerwehr dagegen, so der Zufall, war die Viertälteste des Landes. Zum 60. Geburtstag bekam die Wehr von der Stadtgemeinde ein neues Feuerwehrhaus an der Bundesstraße. Ein besonderes Erlebnis war der Feuerwehrausflug mit der neuen Seilbahn auf die Schmittenhöhe.

1929

Mit einer modernen elektrischen Ring-Alarmeinrichtung war es ab nun möglich, viele im Ortsbereich wohnende Wehrmänner ohne Sirenenalarm zum Einsatz zu rufen.

1931

Bei der Beisetzung von Alt-Kommandant, Bürgermeister sowie Präsident des Landesverbandes für Feuerwehr und Rettungswesen, Anton Gassner, gaben dem Verstorbenen 1500 Wehrmänner aus dem ganzen Land Salzburg mit 42 Fahnen die letzte Ehre.

1933

Das Scheibergut in Thumersbach brannte ab. Es wurde Brandlegung festgestellt. Der Brandleger war bald ausgeforscht. Zwei Jahre später zündete ein Knecht das Endfeldengut an. Es brannte vollkommen nieder.

1936

Ab diesem Jahr wurden Feuerwehren zu Körperschaften öffentlichen Rechtes. Die Gemeinden waren nun verpflichtet, eine den örtlichen Verhältnissen angepaßte, leistungsfähige Feuerwehr einzurichten.

1938

Nach dem Anschluß an das sogenannte Deutsche Reich wurde die Feuerwehr in die Feuerschutzpolizei übergeleitet und der höheren Polizeiführung unterstellt. Für die technische Nothilfe stand nun ein Spezialfahrzeug, Type Steyr-Dreiachs, zur Verfügung.

1939

Das Kommando (Kreiswehrführung) übernahm ab diesem Jahr Josef Lumpi. Die Gemeinde Thumersbach wurde in die Gemeinde Zell am See eingemeindet und die bis dahin selbstständige Wehr Thumersbach als Löschzug in die FF Zell am See eingegliedert. Feuerwehrleute durften in Uniform nicht mehr an kirchlichen Feiern teilnehmen.

1941

Ab Juni gab es nur mehr im Falle eines Brandes für die Einsatzfahrzeuge Treibstoffzuteilung. Im Stadtbereich verwendete man für Übungen die sogenannten Hydrantenwagerl, die mit Löschausrüstung bestückt waren und gute Dienste leisteten.

1942 bis 1945

Durch die Verpflichtung zahlreicher Wehrmitglieder zum Militär ergaben sich sehr viele Lücken, die durch HJ-Angehörige ausgefüllt wurden. Auch unser Kamerad, LBD-Stellv. a. D. Hans Onz, mußte damals, wie viele andere junge Angehörige, an den zahllosen Übungen und Einsätzen teilnehmen. Um bei nächtlichen Fliegeralarmen sofort einsatzbereit zu sein, wurde eine dauernde Nachtbereitschaft eingeführt, die Chronik verzeichnet bis Kriegsende 459 Luftalarme. Die Lazarettstadt Zell am See blieb von Fliegerangriffen verschont, die Wehr wurde aber häufig nach schweren Bombenangriffen auf Salzburg in die Landeshauptstadt befohlen.

1945

Wenige Tage nach Kriegsende übernahm Josef Unterganschnigg das Kommando der Wehr. Die ehemalige Jungmannschaft, längst in zahllosen Einsätzen eine bewährte Feuerwehrtruppe geworden, blieb der Wehr treu. Die 60 Wehrmänner waren trotz akutem Ausrüstungs- und Fahrzeugmangel in ständiger Alarmbereitschaft.

1948

Das Sägewerk Hermann in Bruck an der Glocknerstraße stand am 21. April in Flammen. Es gab Großalarm für alle Feuerwehren in den umliegenden Gemeinden. Die Wehr der Bergstadt war 197 Stunden im Einsatz. Für einen schwierigen Brandeinsatz bei der Mittelstation auf der Schmittenhöhe stellt in diesem Jahr die US-Armee Jeeps zur Verfügung. Am 7. und 8. August fand unter großer Beteiligung das 80. Bestandsjubiläum statt. Zahlreiche Ehrengäste, neun Musikkapellen und 48 Feuerwehren mit 865 Mann prägten das Festgeschehen.

1951

Am 13. Oktober brach im Grandhotel, in dem Angehörige der US-Armee residierten, ein Brand aus. Der Dachstuhl und eine Menge Inventar wurde vernichtet. Wehren aus Bruck, Maishofen und Saalfelden sowie die US-Armee-Lagerfeuerwehr unterstützten die Zeller bei den Lösch- und Bergearbeiten.

1958

Das Interesse am Feuerwehrwesen nahm vor allem bei der Jugend zu. Viele junge Zeller traten in die Wehr ein und besuchten mit großem Eifer Fachkurse, Schulungen und Übungen. Die Einsatzstunden stiegen von Jahr zu Jahr. Gleichzeitig setzte eine beachtliche Modernisierungswelle ein. In diesem Jahr wurde das erste Tanklöschfahrzeug TLF 2200/Steyr 480 mit Hochdruckeinrichtung, Atemschutz etc. angekauft. Beim 90. Bestandsjubiläum der Wehr wurde es feierlich übergeben. Wegen der hohen Anschaffungskosten verzichtete die Wehr auf den traditionellen Ausflug und auf große Feierlichkeiten.

1961

Auf Initiative des neuen Kommandanten Kurt Linke begann die schrittweise Modernisierung der Ausrüstung der Zeller Wehr. Der weiteren Technisierung entsprechend, wurden auch die Aufgaben der Feuerwehr vielfältiger, für die sie jederzeit gerüstet sein mußte. Erstmals setzte man bei einem Waldbrand im Stubachtal einen Hubschrauber zum Materialtransport ein. Der neu gegründete Löschzug Schüttdorf bekam von der Farn. Porsche einen VW-Bus als Einsatzfahrzeug.

1966

Eine der schwersten Unwetterkatastrophen, seit Bestehen der Feuerwehr, ereignete sich am 12. Juni. Es herrschte "Weltuntergangsstimmung". Nach einem schweren Gewitter verwüstete der Schmittenbach in kurzer Zeit große Teile der Stadt und richtete in der Einödsiedlung und Thumersbach schwere Schäden an. Der Notstand mußte aus gerufen werden. Die Feuerwehrmänner, unter Leitung von OFK Kurt Linke leisteten schier Unglaubliches. Feuerwehr, Bundesheer und viele freiwillige Helfer, über 500 Mann, standen mehrere Tage im Einsatz. Sieben Feriengäste, die trotz Aufforderung ein gefährdetes Haus in Einöd nicht verlassen wollten, kamen ums Leben. Fm Horst Scholz barg mit seinem Suchhund "Niko" ein vierjähriges Mädchen unverletzt aus den Trümmern.

1968

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zell am See: Über hundert Wehren aus dem In- und Ausland gaben dem Jubilar zu seinem Geburtstag bei einem imposanten Festzug die Ehre. Die Stadtgemeinde stellte sich mit einem neuen Tanklöschfahrzeug TLF 4000 sowie einem neuen Feuerwehrhaus für den Löschzug Thumersbach als Jubiläumsgeschenk ein.

Der beispielhafte Einsatz brachte von vielen Seiten großes Lob, darunter vor allem von Landesfeuerwehrkommandant Hans Stelzinger.

1969

Der Pinzgau verfügte ab nun über die erste Drehleiter, eine Metz DL 22 + 2, die von der Zeller Wehr angekauft worden war. Der Löschzug Schüttdorf erhielt ein Kleinlöschfahrzeug. Ein VW-Beleuchtungsfahrzeug leistete excellente Dienste. Für größere Brandeinsätze stand ein gebraucht angekaufter SLF-3000 zur Verfügung.

1971

Hans Onz wurde zum neuen Kommandanten gewählt (1971 - 1986), Hans Eckschlager zum Stellvertreter. Die Entwicklung im gesamten Feuerwehr-Fahrzeug-und Gerätewesen war rasant. Für die Wehr galt es, durch ständige Modernisierung den weitum bekannten Standart aufrecht zu erhalten. Der Mannschaftsstand mit der Nebenwache Thumersbach und Schüttdorf betrug 73 Mann.

1972

Um bei technischen Einsätzen, die immer mehr wurden, gerüstet zu sein, kaufte man einen Rüstwagen/Steyr 790, mit Kran, Seilwinde, Generator und Lichtmast etc. an. Es war das erste Fahrzeug dieser Art überhaupt. Das Rüstfahrzeug wird im heurigen Jubeljahr, nach über 20 Einsatzjahren, durch ein neues Fahrzeug ersetzt.

1975

Eine Bergeausrüstung, bestehend aus Bergeschere (Spreitzer) und Schneidegerät wurde für den Rüstwagen angekauft. Das erwies sich als besonders wichtig: Bei zahlreichen Unfällen wurden durch eine schneller mögliche Bergung Menschenleben gerettet.

1976

Ortsfeuerwehrkommandant Hans Onz folgte der Berufung zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten für den Abschnitt-Pinzgau 2. Der Metzgerwirt Josef Hörl wurde Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter (1976 - 1986).

1978

Die Wehr kam in den Besitz eines weiteren Tanklöschfahrzeuges und wurde damit in die Lage versetzt, auch bei Großbränden bestens gerüstet zu sein. Beim 110. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Zell am See wurde das schwere Löschfahrzeug Steyr 790/SLFA 3000 von der Firma Rosenbauer übergeben. Weiters ergänzten ein Ölalarmfahrzeug und ein Unimog TLFA 2000 den Fuhrpark. Die zeitgemäße Ausrüstung mit schweren Atemschutzgeräten schreitete ferner zügig voran. Besonders mit Stolz erfüllte die Wehr eine neue Fahne, die Elisabeth Hörl vom "Metzgerwirt" spendete. Als Fahnenpatinnen traten Rosi Kleineisen und Hermi Onz auf. Der Fahrzeugstand in diesem Jahr: KDO, Ölalarm, VW-Bus Schüttdorf, Rover Thumersbach, Unimog, Drehleiter, SLF 3000, TLF 2000, TLF 4000 und Rüstwagen.

1979

Bereits vor einigen Jahren wurde die sogenannte "Piepser-Alarmierung" eingeführt, dadurch konnte der sonst übliche Sirenenalarm eingeschränkt werden. Nunmehr sind 50 Mann der Zeller Feuerwehr mit dieser Rufalarmierung (Piepser) ausgerüstet und für die Feuerwehrzentrale jederzeit erreichbar.

1981

Der Landesfeuerwehrverband stationierte ein Atem-Schutzfahrzeug für den Pinzgau in der Bergstadt. Ein gebraucht gekaufter VW-Bus stand nun als Kommandofahrzeug mit umfangreicher Einsatzausrüstung zur Verfügung.

1982

Zu einem wahren Volksfest gestaltete sich die feierliche Übergabe der neuen Drehleiter-Metz 23/12. Es war damit nicht nur ein großes Anliegen der Zeller Wehr, sondern eines für den gesamten Pinzgau erfüllt worden.

1984

Der 4. und 5. Mai waren für die Zeller Wehr und der ganzen Bevölkerung ein Freudentag. Das Fest begann mit einer Fahrzeugweihe in Thumersbach. Ein weiterer Höhepunkt war die Einweihung der neuen Zeugstätte und Pinzgauer Nachrichtenzentrale "Florian Pinzgau" in der Schillerstraße. Zahlreiche Prominenz aus Feuerwehr, Politik und Wirtschaft und auch eine Feuerwehr-Abordnung aus der Schwesternstadt Vellmar (BRD) nahmen an der Festveranstaltung teil. Kommandant Hans Onz durfte auf seine Kameraden stolz sein, die in mehr als 2600 Eigenschichten den der Zeit entsprechenden Feuerwehrhausbau mit Gesamtkosten von nur 6,2 Mio. Schilling ermöglicht hatten. Doch Geld sei nicht alles, in erster Linie stehe das Bemühen, im freiwilligen Dienst der Feuerwehr den Mitmenschen in Not- und Gefahrensituationen zu helfen und gerade in der heutigen Zeit ist das keine Selbstverständlichkeit mehr, wurde in Festreden betont.

1986

Als neuer Kommandant trat "Metzgerwirt" Josef Hörl die Nachfolge von Hans Onz an. Sein Stellvertreter wurde Siegfried Hainzl. Der Aufgabenbereich der Feuerwehr war erneut sprunghaft größer geworden. Die technischen Einsätze übertrafen schon lange jene zur Brandbekämpfung.

1987

Am 10. November trat OBR Hans Onz, seit 1943 Mitglied der Zeller Wehr, in die Position des Bezirks-Feuerwehrkommandanten. Es wurde betont, daß mit Hans Onz ein erfahrener und besonders technisch versierter Feuerwehroffizier an die Spitze des großen Pinzgauer Feuerwehrbezirkes gewählt worden sei. Der Löschzug Schüttdorf wurde in diesem Jahr der Hauptwache Zell am See eingegliedert.

1988

Das 120. Bestandsjubiläum vom 10. bis 12. Juni begann mit einer eindrucksvollen Schauübung beim Hallenbad und einem Tag der offenen Tür mit einer Fahrzeug- und Geräteschau. Bei der feierlichen Florianifeier am Stadtplatz wurden die Tankfahrzeuge TLFA 2000/Aufbau Rosenbauer, Tank l für Thu-mersbach und Tank 2 für Zell am See geweiht und der Bestimmung übergeben. Wehrmitglied Ing. Gislher Essl wurde neuer Abschnittskommandant für den Abschnitt Pinzgau 2.

1989

Der Feuerwehrlandesver-band Salzburg stationierte in Zell am See ein Gefahrengut-Fahrzeug/Aufbau Seiwald. Es war das erste Gerät dieser Art außerhalb der Landeshauptstadt. Es mußten zusätzliche Aufgaben übernommen werden, was auch umfangreiche Ausbildung zur Folge hatte.

1991

Am 25. Jänner wurde Leopold Winter zum neuen Ortsfeuerwehrkommandanten gewählt. Die Vielfalt der Einsätze hatte wesentlich zugenommen. Einsätze nach Verkehrsunfällen, Ölwehreinsätze und technische Einsätze verschiedenster Art wurden neben der Brandbekämpfung immer mehr. Diese Einsatzvielfalt stellt an jeden einzelnen Feuerwehrmann, gleich welchen Dienstgrades, höchste Anforderungen. Ein neues Kommandofahrzeug VW-4WD leistet nun bei Einsätzen wertvolle Dienste.

1992

Ortsfeuerwehrkommandant Leopold Winter wurde zum Abteilungs-Brandinspektor ernannt und unser Wehrkamerad und Abschnittskommandant/Abschnitt 2-Pinzgau, BR Ing. Gislher Essl, wurde zum neuen Bezirksfeuerwehrkommandanten gewählt und trat die Nachfolge unseres geschätzen LBD-Stellvertreter Hans Onz an.

1993

In der Zeit vom 18. bis 20. Juli feierte die freiwillige Feuerwehr das 125-Jahr-Jubil„um mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Nach der Florianifeier mit Dankgottesdienst, Beförderungen und Auszeichnungen verdienter Wehrkameraden, fand durch Bürgermeister LAbg. Mag.Walter Thaler die Schlüsselübergabe für das neue Rüstfahrzeug statt. Eine Fahrzeug- und Geräteschau und der Festakt in der Festhalle (Eisstadion) gaben der Veranstaltung einen interessanten und würdigen Rahmen. Am Festakt nahmen über 70 Delegationen teil, dabei auch eine Feuerwehrabordnung der Schwesterstadt Vellmar in der BRD. Durch die Anschaffung neuer Feuerwehrhelme (Rosenbauer), die nun die nun die sogenannte "Spinnnenhelm-Generation" ablösten, wird der Standart der persönlichen Ausrüstung jedes Zeller Feuerwehrmannes gehoben.

1994

Im Jänner tobte über die Stadt ein verheerender Wintersturm, der ein Hoteldach abdeckte und Teile auf der Westbahnstrecke landeten. Das traditionelle Zeller Volksfest fand dieses Jahr zum 28.Mal statt. Ehrenbrandmeister Johann Feichtinger feierte seinen 90-igsten Geburtstag. Die im Dezember des Vorjahres gegründete Feuerwehrjugend "Männer ab zwölf", 17 Buben mit ihren sechs Jugendbetreuern konnten schon auf ein umfangreiches Jahresprogramm zurückblicken. Der Umbau des Tanklöschfahrzeuges des LZ-Thumersbach zu einem Rüstlöschfahrzeug ist hauptsächlich mit Hinblick auf die Notwendigkeit der Tunnelumfahrung erfolgt. Zwei brave Feuerwehrkameraden mussten wir dieses Jahr zu Grabe trage, Hlm Wolfgang Rohrmoser und EhrenBM Rudolf Höller, lanjähriger Kommandant des Löschzuges Thumersbach. Der Mannschaftsstand beträgt gesamt 140 Mann.

1995

Im Rahmen der Brandschutzwoche gab es am 5. Mai in der Hauptwache einen "Tag der offenen Tür", mit einer umfangreichen Fahrzeugschau und vielen Aktivitäten. Altkommandant HBI Josef Hörl , vulgo "Sepp", ist nun 40 Jahre Feuerwehrmitglied und feierte seinen 60 Geburtstag. Ehrenkommandant HBI Kurt Linke widmete den Feuerwehrkameraden seinen "Zeller Feuerwehrmarsch" den er vor gut 30 Jahren komponiert hatte. Hochwassereinsatz am 27. Juli für den ganzen Pinzgau, mit Alarmierung durch die Bezirksnachrichtenzentrale in Zell am See. Schwere Gewitter und Hagel brachten für viele Pinzgauer Gemeinden und auch Zell am See und Thumersbach große Schäden. Die Installierung einer FW-Jugendgruppe für die Zeller Wehr hat sich als „äußerst positiv herausgestellt. über 300 Einsätze und Hilfeleistungen mussten dieses Jahr bewältigt werden

1996

Stadtfeuerwehr-Kommandant ABI Leopold Winter wurde anlässlich der 128. Jahreshauptversammlung von seinen Kameraden für weitere 5 Jahre gewählt und für seine umfangreiche Tätigkeit vollstes Lob ausgesprochen. Er übernahm diese Funktion im Jahre 1991 vom Metzgerwirt Josef Hörl. Die aktive Mannschaft zählt 105 und die nicht aktive Mannschaft 26 Kameraden. Bei der neu eingeführten technischen Leistungsprüfung - bestehend aus 10 Mann - konnte die Gruppe in der vorgegebenen Zeit die Aufgaben mit null Fehlerpunkten absolvieren. Nach langer, schwerer Krankheit ist Kamerad HLM Albin Mayer verstorben. Der Zeller Umfahrungstunnel ging in Betrieb und bringt für den an die Feuerwehr übertragenen Brand- und Katastrophenschutz neue Verpflichtungen und Herausforderungen. Die Feuerwehrjugend stellte sich mit einem festlich geschmückten Christbaum im neuen Seniorenheim ein.

1997

Erster Großeinsatz im Jänner nach einem Verkehrunfall im neuen Zeller Umfahrungstunnel. Bei der Florianifeier konnten zwei neue Einsatzfahrzeuge von Stadtpfarrer Paul Straßl geweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Erstmals in der Geschichte der Zeller Wehr gab es erstmals eine Patenschaft für Einsatzfahrzeuge, wobei der jeweilige Vorname auf dem Fahrzeug zu lesen ist. So stellten sich zwei Patinnen für die neuen Einsatzfahrzeuge ein: Frau Leni Segl, Hotel Alpenblick, für das neue Tanklöschfahrzeug TLF 5000-Trupp "Leni" und für das neue Vorausfahrzeug VRF-A "Elisabeth", Frau Elisabeth Fahrner, Fa. Edmund Fahrner AG. Seit Anfang Juli ist in der Bezirksnachrichtenzentrale "Florian Pinzgau" ein völlig neues und revolutionäres Alarmierungssystem im Betrieb. Im Dezember ist das älteste Mitglied, Ehrenbrandmeister Johann Feichtner im 94.Lebensjahr verstorben.

1998

Bezirkfeuerwehrkommandant OBR Ing.Gislher Essl für weitere 5 Jahre bestätigt. Zum 130-Jahr Jubiläum fand in Zell am See der 29. Landesfeuerwehrtag statt. An den Festtagen gab es eine umfangreiche Fahrzeug und Geräteschau der Feuerwehr, Bundesheer und Rotem Kreuz. Beeindruckend waren die umfangreichen Vorführungen der verschiedenen Einsatzorganisationen, unter dem Motto " Der Pinzgau braucht uns". Der Mannschaftsstand beträgt 151 Wehrkameraden und 14 Mitglieder der Feuerwehrjugend. Stadtfeuerwehrkommandant und nunmehriger Brandrat, Leopold Winter, wurde zum Kommandanten für den Abschnitt 2 gewählt. Premiere in der 130jährigen Geschichte: Vier junge Zellerinnen sind der Feuerwehrjugend beigetreten. Wiederum umfangreiche Einsätze: Grossbrände in Nachbargemeinden, Unwettereisätze im Ortsgebiet, Flugzeugabstürze, Gefahrengut- und Umwelteinsätze, Bergeschereneinsätze usw.

1999

Im März startete man die Aktion " Helfen Sie uns helfen" für Kriegsflüchtlinge im Kosovo, eine Welle der Hilfsbereitschaft hat eingesetzt. Vier Ladungen mit Lebensmittel, Babynahrung, Medikamente und Bekleidung konnten mit Sattelaufleger in Richtung Albanien geschickt werden. Die Zeller Feuerwehr und viele Helfer, Firmen und natürlich umfangreiche Geldspenden aus der Bevölkerung machten diese Aktion möglich. Anlässlich der Florianifeier konnten zwei neue Einsatzfahrzeuge übergeben werden, für den Löschzug Thumersbach ein Kleinlöschfahrzeug (KLF-A) "Annemarie", Patinnen Frau Annemarie Hollaus und ein Mannschaftstransporter (MTF-A) "Theresia", mit Patin Theresia Schmid. Bis zum Jahresende erbrachte die Zeller Wehr 300 Einsätze und Hilfeleistungen mit 17.028 Gesamtstunden für den Dienst am Nächsten. Die Verteilung des Friedenslichtes hat die Feuerwehrjugend übernommen.

2000

Landesbranddirektor Stv.a.D. Hans Onz, seit 1943 Mitglied unserer Wehr, feierte seinen 70.Geburtstag. Das 10. Feuerwehrjugend Landeslager und der 21. FW-Jugend Leistungsbewerb fand in Zell am See, unter dem Motto: "Leistung, Spiel und Spaß", statt. Beteiligt waren 486 Buben und Mädchen mit 132 Betreuern. Die Anzahl der Einsätze, Hilfeleistungen und Ausrückungen sind im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen (19.673 Stunden). Insbesondere musste die FF Zell am See verstärkt zu schweren Brandeinsätzen ausrücken. Der schwierigste Einsatz davon war am Samstag, dem 11.November - ein Datum, das auf tragische Weise in die Geschichte eingehen wird. An diesem Tag ereignete sich in Kaprun die größte Katastrophe Österreichs - 155 Menschen sind bei einem Brandinferno im Tunnel der Standseilbahn und 3 Personen im Alpincenter gestorben. Es ist einfach tragisch, dass so viel menschliches Leid in so kurzer Zeit entsteht, ohne dass man es verhindern kann.

2001

Stadtfeuerwehrkommandant Leopold Winter wurde anlässlich der 133. Jahreshauptversammlung am 19.1.2001 für seine 3. Periode wieder gewählt. Diese Jahr wurde zum Jahr des Ehrenamtes ausgerufen - für die Mitglieder der FF Zell am See ist der Begriff Ehrenamt eine Selbstverständlichkeit, unter dem Motto: "Retten - Löschen - Bergen - Schützen". Im Zuge des Fahrzeugaustauschprogrammes konnten zwei neue Einsatzfahrzeuge übergeben werden. Beim Kleinlöschfahrzeug (Mercedes Sprinter) fungierte als Fahrzeugpatin Frau Johanna Wittschier und beim Versorgungsfahrzeug (VW Allrad Synchro) Frau Maria Halbmayr. Ein "Gustostückerl" ist der "Feuerwehr-Oldie" (Mercedes TLF 2500, den die Kameraden und Helfer in weit über 1.000 Stunden restaurierten und nun im Beisein der Fahrzeugpatin, Frau Rita Latini der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Österreichweite "Feuerwehrwoche" stand ganz im Zeichen der Jugend, über 300 Schüler besuchten die Feuerwehr. Der Mannschaftsstand der Zeller Wehr beträgt 157 Feuerwehrmänner/frauen.

2002

Der 24. Wissenstest der Pinzgauer Feuerwehrjugend mit 90 Jugendlichen, fand am 13. April im Zeller Feuerwehrhaus statt. Die Zeller Mädchen und Buben waren dabei sehr erfolgreich. Die Aktion „Heimrauchmelder können Leben retten“ wurde von den Haushalten gut angenommen. In Thumersbach fand am 3. Mai die Florianifeier statt, es gab viele Beförderungen und Auszeichnungen. Das Zeller Volksfest gibt es seit 1966 und ist immer ein Fixpunkt der Sommerveranstaltungen mit vielen Attraktionen. Natürlich waren die Kinder vom Kinderdorf St.Anton wieder unsere Gäste am Kindernachmittag. 132 österreichische Feuerwehrleute, mit 39 Fahrzeugen, nahmen an einer internationalen Übung in Dalmatien teil. Übungsannahme waren verheerende Waldbrände. Diese Großübung wurde im Rahmen der „NATO-Partnerschaft für Frieden“ durchgeführt, mit dabei zwei Mitglieder der FF Zell am See. Hochwassereinsatz im August, in Oberösterreich (Schwertberg) und Niederösterreich (Spitz an der Donau), die Zeller leisteten hier wertvolle Hilfe. Die Sturmkatastrophe am 16. November hat große Schäden verursacht. Mannschaft und Ausrüstung waren im höchsten Maß gefordert. Im abgelaufenen Jahr gab es 43 Brandeinsätze und 282 technische Einsätze.

2003

Die 135. Jahreshauptversammlung fand am 24. Jänner im Gasthof Metzgerwirt mit großer Beteiligung statt. Plötzlich und unerwartet sind im Frühjahr zwei Kameraden, HLM Josef Steinacher und LM Siegmund Gaube, verstorben. Der „Jubiläumswissenstest“ – 25 Jahre Ausbildung der Salzburger Feuerwehrjugend – fand dieses Jahr mit 78 Mädchen und Buben in Mittersill statt. Unter dem Motto, 135 Jahre Zeller Feuerwehr und 10 Jahre Zeller Feuerwehrjugend, stand die Florianifeier am 10. Mai in Schüttdorf. Es gab zahlreiche Beförderungen und Auszeichnungen. Der „Tag der offenen Tür“ in der Feuerwehrzeugstätte, am 27. Juni., war ein Festtag für jung und alt und die Kameraden der FF Vellmar verwöhnten die Besucher mit nordhessischen Speise- und Getränkespezialitäten. Da Brandeinsätze mit vielen Gefahren verbunden sind, konnte man in einer mobilen Brandübungsanlage, die im Bereich der Fa. ZEMKA Zell aufgestellt war, trainieren. Es nahmen 327 Atemschutzträger aus dem Bezirk Pinzgau teil. Unsere „coolen Kids“, die Feuerwehrjugend bekamen neue Schutzjacken, anlässlich des 25-Jahr-Jubiläum der Salzburger Feuerwehrjugend. Das Jahr 2003 brachte mit der Einweihung von 6 neu errichteten Garagenabstellplätze in der Hauptwache und der Indienststellung von zwei neuen Einsatzfahrzeugen (ein tunneltaugliches Tanklöschfahrzeug und ein Atemschutzfahrzeug, das für den gesamten Pinzgau zuständig ist) eine weitere Erhöhung der Schlagkraft der Zeller Wehr mit sich. Am 9. Dezember fand in der neuen Unterflurtrasse in Maishofen eine groß angelegte Übung statt, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Im Jahr 2003 gab es 28 Brandeinsätze und 292 technische Einsätze und 20.930 Gesamtdienststunden.

2004

Die 136. Jahreshauptversammlung fand mit großer Beteiligung am 23. Jänner im Metzgerwirt statt. Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl segnete bei der Florianifeier, am 14. Mai, auf dem Zeller Stadtplatz, zwei neue Einsatzfahrzeuge (Tanklöschfahrzeug und Bezirksatemschutzfahrzeug). Erfreulich war die Angelobung von 12 neuen Mitgliedern. Der 26. Wissenstest der Feuerwehrjugend fand am 27. März, mit Erfolg der Zeller Mädchen und Buben, in Dienten statt. Am 25. Mai fand eine gemeinsame und erfolgreiche Übung mit der FF Zell und dem Roten Kreuz Zell im Schmittentunnel statt. Empfang der neuen Drehleiter im Beisein vieler Kameraden und Ehrengäste am 3. August bei der Hauptwache. Die Patenschaft übernahmen Karin Schandlbauer (Hotel Lebzelter) und Familie. Am Nationalfeiertag, den 26. Oktober, feierten die Pinzgauer Feuerwehren „125 Jahre Feuerwehrbezirk Pinzgau“ in Zell am See mit einem Festakt im Gasthof Metzgerwirt und anschließender Fahrzeugschau und Vorführungen. Im Jahr 2004 gab es 26 Brandeinsätze und 235 technische Einsätze. Gesamt wurden für Verwaltung, Einsätze, Fehlalarme, Breitschaft, Nachrichtenwesen, Schulung, Ausbildung und Sonstiges 21.784 Stunden für die Allgemeinheit aufgewendet.

2005

Mit großer Beteiligung erfolgte traditionsgemäß am 21. 02.2005 die 137. Mitgliederversammlung im Hotel Metzgerwirt. Der alljährliche Höhepunkt der Feuerwehr, die Florianifeier, fand am 29. 04., mit musikalischer Begleitung der Bürgermusik, statt. Der Wettergott hatte es diesmals nicht gut gemeint und so musste der Festakt in die Hauptwache verlegt werden. Nach Beförderungen und Auszeichnungen der Wehrkameraden konnten erfreulicherweise 8 neue Mitglieder angelobt und zum Feuerwehrmann befördert werden. Nach der Segnung der neuen Drehleiter durch Herrn Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl und Beisein der Fahrzeugpatin Frau Karin Schandlbauer erfolgte die Übergabe durch Herrn Bürgermeister Dr. Georg Maltschnig. Beachtliche 24.095 Gesamtstunden, im Dienste der Allgemeinheit, sind im Jahr 2005 verzeichnet, eine Steigerung von 10,6% gegenüber dem Vorjahr. Von 32 Brandeinsätzen waren alleine 24 im Zeller Ortsgebiet, weiters 284 technische Einsätze, darunter Fahrzeugbergungen, Öleinsätze, Hochwasser und Sonstige. Insbesondere die vielen Hochwassereinsätze in verschiedenen Pinzgauer Gemeinden verlangten den Männern und Frauen der FF Zell am See viel ab, wobei am 25. Juni Zell am See selbst schwer betroffen war.

Am 18. März ging die neue Landesalarm- und Warnzentrale offiiziell in Betrieb. Der Feuerwehrmann des Jahres, wie kann es anders sein, kam aus Zell am See. Martin Schmiderer konnte sich gegen 8 Finalisten aus dem Land Salzburg durchsetzen. Auch die Feuerwehrjugend war stets mit Eifer dabei und konnte alle Aufgaben erfolgreich erfüllen. Der erfreuliche Mannschaftsstand beträgt gesamt 172, davon aktive Mitglieder 128 Mann/Frau, nicht aktive Mitglieder 30 und Feuerwehrjugend 14 Buben/Mädchen.

Durch ihre schnelle, umfassende Hilfeleistung in jeder Gefahr hat die Feuerwehr, wie eine Umfrage dieses Jahr bestätigt, in der Bevölkerung Ansehen und Achtung erworben. Es ist die Aufgabe jedes einzelnen Mitgliedes - von der Jugendfeuerwehr bis zur Altersabteilung - durch seinen persönlichen Einsatz dazu beizutragen, dass auch in der Zukunft ein in Not geratener Bürger sich sagen kann: ...sicherheitshalber – Deine Feuerwehr!

2006

Anläßlich der 138. Mitgliederversammlung am 20.01.2006 im Hotel Metzgerwirt gab das Kommando einen umfassenden Jahresrückblick für das Jahr 2005. Stadtfeuerwehrkommandant Leopold Winter, der erstmals 1991 in diese Funktion gewählt wurde, wurde mit einem großen Vertrauensbeweis für eine 4. Periode wiedergewählt. Im Jahr 2006 sind 33 Brandeinsätze verzeichnet, davon im Zeller Ortsgebiet 23. Bei 10 nachbarlichen Löschhilfen waren der Brand beim Woferlgut in Bruck im extrem kalten Jänner und der Waldbrand in Högmoos im Juli die größten Einsätze, die viel Einsatzkraft erforderten. Die technischen Einsätze sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Sei es bei Verkehrsunfällen, Öleinsätze und sonstige Hilfeleistungen, man konnte rasch und umfassend helfen. Alle Einsätze sind immer wieder eine große Herausforderung für die 131 aktiven Frauen und Männer der Zeller Feuerwehr. Auch die 33 nichtaktiven Mitglieder leisten einen wichtigen Beitrag. Für Schulung und Ausbildung, um all die vielfältigen Aufgaben wie von der Bevölkerung erwartet, bewerkstelligen zu können, bedarf es hohen Zeitaufwandes von 7.234 Stunden für die Schulung und Ausbildung. Auch die 24.470 Gesamtstunden welche die Feuerwehrmitglieder unentgeltlich im Dienst am Nächsten erbringen, sind beachtlich. Die geleisteten Dienste sind vielfältig, wie Verwaltungsarbeiten, Brand- u. technische Einsätze, Bereitschaftsdienste, Nachrichtenwesen, Schulung, Ausbildung und Sonstiges. Die Feuerwehrjugend ist unsere Zukunft und so verdient unser Feuerwehrnachwuchs mit derzeit 20 Mädchen und Buben und den unermüdlichen Betreuern, die für diese Ausbildungsarbeit 996 Stunden ihrer Freizeit aufgewendet haben, ein großes Lob. So bleiben auch die Erfolge nicht aus. Beim 13. Landeslager und 27. Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb in Hallein errang die Zeller Gruppe im Bronzebewerb den 3. Platz und konnte daher am diesjährigen Bundesleistungsbewerb in Feldbach/Stm. Antreten - war dort auch die beste Salzburger Gruppe. Im Dezember wurde das neue Kommandofahrzeug (VW Shuttle TDI Allrad – Fa. Porsche Zell am See, Aufbau Rosenbauer) in Dienst gestellt.

2007

Im Berichtsjahr 2007 gab es bei den 25.970 Gesamtstunden eine Steigerung von 1500 Stunden gegenüber dem letzten Jahr, die von den Feuerwehrkameraden mit viel Idealismus und Einsatzbereitschaft geleistet wurden. Jedes aktive und nichtaktive Mitglied leistete im Jahr 2007 im Schnitt 143,5 Stunden Arbeit bei der Zeller Feuerwehr. Die Mitglieder der Zeller Feuerwehr sind den vielfältigen Anforderungen, dank ihrer hohen Ausbildung und Schulungen, mit beachtlichen 9.650 Stunden und ihrer vorbildlichen Einsatzbereitschaft jederzeit gewachsen. Verzeichnet sind 44 Brandeinsätze, davon 36 im Ortsgebiet und 350 technische Einsätze. Einsätze bei Verkehrsunfällen, Öl-, Gas- und Gefahrenguteinsätze, Flugunfälle, Muren, Sturmschäden, Hochwasser und vielerlei mehr technische Einsätze geben einen Einblick in das umfangreiche Einsatzgeschehen der 133 aktiven Wehrkameraden/innen von Zell am See und LZ Thumersbach. Auch die nicht aktiven Kameraden leisten bei vielen Veranstaltungen immer wieder wertvolle Arbeit für die Allgemeinheit. Einige Kameraden üben neben dem örtlichen Ausbildungs-, Brand- und Katastropheneinsatz auch noch viele Aufgaben im überörtlichen Bereich aus, die dem Bezirk Pinzgau zugute kommen. Bei den verschiedenen Landes- und Bezirksleistungsbewerben und Feuerwehrjugend-Leistungsabzeichen konnten schöne Erfolge verzeichnet werden. Unsere Feuerwehr kümmert sich immer wieder verstärkt um den Nachwuchs und so bemühen sich die unermüdlichen Ausbilder, den 16 Mädchen und Burschen das umfangreiche Feuerwehr-Lehrprogramm zu vermitteln. Dass auch heute immer wieder junge Idealisten zu unserer Wehr kommen, gibt uns die Gewissheit, dass auch in Zukunft unsere Feuerwehr Bestand hat und die Tradition fortsetzen wird. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit, in Not geratenen Mitmenschen zu helfen und dafür auch ihr eigenes Leben einzusetzen. Es konnten neue Fahrzeuge und Gerätschaften in Dienst gestellt werden, die die Schlagkraft der FF Zell am See erhöhten: ein Feuerwehr-Arbeitsboot und ein mobiler Großlüfter vom Landesfeuerwehrverband Salzburg, ein Ölwehanhänger mit modernster Ausrüstung von der Fa. TAL-Transalpine Ölleitung in Salzburg und ein Quad.

2008

Unsere Feuerwehr, gegründet im Jahre 1868, besteht nun schon seit 140 Jahren. Die Ziele der Gründer unserer Wehr sind dabei auch heute noch uneingeschränkt gültig: Schnelle Hilfe für den Nächsten in Not durch „Retten, Löschen, Bergen, Schützen!“
Im Jahresbericht 2008 sind beachtliche 28.790 Gesamtstunden verzeichnet, das ergibt gegenüber dem letzten Jahr eine Steigerung von 2.820 Stunden. Enthalten sind im Stundenaufwand die Verwaltung und Organisation, Brandeinsätze, technische Einsätze, Fehlalarme, Bereitschaftsdienste, Nachrichtenwesen, Schulung und Ausbildung und Aufgaben im überörtlichen Bereich. Jedes Mitglied (aktiv oder nicht aktiv, Feuerwehrjugend) leistete im Schnitt 160 Arbeitsstunden, um 12 % mehr als 2007. Die Brandeinsätze sind von 44 auf 25 zurückgegangen, dabei gab es 3 Groß-, 1 Mittel- und 15 Kleinbrände im Ortsgebiet und 6 nachbarliche Löschhilfen. Gerade der Brand, am 28.10., im Berghotel Schmittenhöhe auf 1968 Metern, hat wieder vor Augen geführt, dass neben der guten Ausrüstung und enormer Einsatzbereitschaft auch die Zusammenarbeit aller Feuerwehren einen Einsatzerfolg ermöglicht. Die 230 technischen Einsätze gestalten sich sehr vielfältig wie das Befreien von Menschen bei Verkehrsunfällen, KFZ-Bergungen, Öl- und Gaseinsätze, Hochwasser, Beistellung von Geräten usw. Die 134 aktiven Feuerwehrmitglieder erbringen zu jeder Tages- und Nachtzeit großartige Einsatzleistungen für die Allgemeinheit. Der Aufwand für die Schulung und Ausbildung mit 7.508 Stunden ist notwendig und wichtig, denn nur so können die vielen schwierigen Einsätze gemeistert werden. Wie alle Jahre ist auch dieses Jahr unsere Feuerwehrjugend, dzt. 13 Buben und Mädchen, mit Eifer erfolgreich beim Wissenstest und Leistungswettbewerb angetreten. Hier leisten unsere Ausbilder eine vorbildliche Arbeit, damit die „Jugendfeuerwehrler“ später für den Ernstfall das richtige Rüstzeug mitbekommen. In relativ kurzer Zeit konnte dieses Jahr die neue Feuerwehrzeugstätte für den Löschzug Thumersbach errichtet werden – Spatenstich am 17.02.2009 – Bezug mit 30.07.2009. Mit ca. 3.000 h wurde auch viel Eigenleistung erbracht. Die Kameradschaftspflege ist auch ein wichtiger Teil in unserer Feuerwehr, ob bei diversen Ausrückungen, Festen oder Sportveranstaltungen. Unser Stadtfeuerwehr- und Abschnittskommandant BR Leopold Winter, der nun seit 18 Jahren unsere Feuerwehr mit viel persönlichem Einsatz leitet, feierte seinen 50. Geburtstag mit viel „Tra-ra“. In unserer Feuerwehr ist eben das lebendig, was unsere Gesellschaft so dringend braucht, nämlich das freiwillige und ehrenamtliche Engagement.

2009

Das Jahr 2009 brachte für die Feuerwehr Zell am See ein berichtsreiches Jahr. Im Fuhrpark bekam der Löschzug Thumersbach einen modernen Waldbrandanhänger, welcher im gesamten Bezirk eingesetzt wird und von der Mannschaft des Löschzuges Thumersbach betreut wird. In der Hauptwache in Zell am See wurde ein neues Gefährliche Stoffe Fahrzeug, welches ebenfalls ein Sondermittel des Landesfeuerwehrverbandes ist und bezirksweit tätig ist, in Dienst gestellt. Der Wasserdienstzug der Feuerwehr Zell am See erhielt zusätzlich zum Motorboot nun auch ein Raft, welches mit 5 Mann vorwiegend auf der Salzach für Suchaktionen etc. eingesetzt werden kann.Die Florianifeier fand dieses Jahr in Thumersbach statt. Der Bau der neuen Zeugstätte in Thumersbach ist abgeschlossen und die Segnung wurde durch Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl vollzogen. Stadtfeuerwehrkommandant Leopold Winter wurde im Juni zum Landesfeuerwehrkommandanten des Land Salzburg gewählt. Ein Fahrtechniktraining für die Maschinisten am Gelände des Fahrsicherheitszentrums in Saalfelden brachte eine Steigerung der Sicherheit auf dem Weg von und zu den Einsatzorten.Durch eine Spende der Firma Hagleitner an die Feuerwehrjugend konnten neue Trainingsanzüge angeschafft werden und eine Einrichtung eines Jugendraumes für Mädchen wurde ermöglicht.
Im Bereich der Einsätze war das Jahr 2009 fordernd. Einige Verkehrsunfälle, mit teilweise tödlichem Ausgang, forderten die Feuerwehr Zell am See. Besonders herauszuheben sind die Verkehrsunfälle im Juni im Bereich des Gipfels der Schmittenhöhe und im Dezember im Tunnel. Bei beiden Unfällen kam der Lenker auf tragische Weise ums Leben. Im April wurde die Straße im Bereich Gasthof Seewirt von einer plötzlich abgehenden Mure verschüttet. Durch Glück war zu dieser Zeit die Straße leer und es wurden keine Personen verletzt. Die Mure ging nur um einige Meter neben dem Gasthof Seewirt ab und verfehlte diesen somit knapp. Ein Waldbrand am Atzingerberg in Maishofen forderte die Waldbrandgruppe der Feuerwehr Zell am See im Mai. Ein Hochwasser in Zell am See im Juni erforderte einen Einsatz über einen ganzen Tag hinweg. Die Drehleiter wurde im Juni zur Unterstützung des KAT-Zuges in den Flachgau beordert, wo nach einem heftigen Hagelsturm viele Dächer und Fassaden reparaturbedürftig waren. Ein Brand im August zerstörte das Wirtschaftsgebäude des Elmauergutes in Maishofen. Trotz Alarmstufe 4 waren die Feuerwehren der Umgebung machtlos und konnten nur mehr die umliegenden Gebäude schützen. Im Oktober brach im Bereich der Sauna im Hotel Alpine Palace in Saalbach Feuer aus. Die Kräfte der Alarmstufe 3 konnten die Ausbreitung erfolgreich verhindern. Ein Föhnsturm im November deckte unter anderem ein Hausdach in Zell am See ab, welches parkende Fahrzeuge beschädigte. Mit insgesamt 26.429 Stunden schloss die Feuerwehr Zell am See ihr Jahr 2009 ab.

2010

Anlässlich der 142. Mitgliederversammlung am 22. Jänner im Hotel “Metzgerwirt”, fand die Wahl zum Stadtfeuerwehrkommandanten statt. Gerhard Blassnigg übernahm die Geschicke unserer Wehr. Sein Vorgänger BR Leopold Winter hatte diese Funktion 19 Jahre lang ausgeübt und übernahm nun die ehrenvolle Aufgabe des Salzburger Landesfeuerwehrkommandanten. Nach einstimmigem Beschluss des Ortsfeuerwehrrates wurde LBD Winter zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Zell am See ernannt und ihm wurde als Dank und Anerkennung der Ehrenring der Zeller Feuerwehr überreicht. Die Feuerwehr als größte Freiwilligenorganisation Österreichs ist eine der wichtigsten Säulen im Sicherheitsgefüge unseres Landes. Der aktive Mannschaftsstand in der Hauptwache Zell und im Löschzug Thumersbach beträgt 136 Mann. Die Stadtgemeinde investiert Jahr für Jahr große Geldsummen in die Modernisierung der Ausrüstung. Auch der Landesfeuerwehrverband unterstützt mit Augenmaß und Weitblick. Um wichtige Ausrüstungsgegenstände beschaffen zu können, ist die Zeller Wehr auf Spenden angewiesen und so unterstützte die Raiffeisenbank Zell am See die Anschaffung benötigter Taucherausrüstung für den Wasserdienst. Laut den Berichten der Funktionäre leisteten die Kameraden im Jahr 2010 über 22.636 Stunden für die Allgemeinheit – unter anderem bei 27 Brand- und bei 187 technischen Einsätzen. Im Bereich der Feuerwehrjugend sind die langjährigen und verdienstvollen Jugendführer Karl Harlander und Ernst Bauer aus ihrer Funktion ausgeschieden. Sie haben seit 1983 die Zeller Feuerwehrjugend aufgebaut, davon konnten bis heute mehr als 50 Kameraden/innen in den aktiven Stand übernommen werden. Beim Wissenstest der Feuerwehrjugendgruppen des Pinzgaus traten in Zell am See 125 Mädchen und Buben aus allen 14 Pinzgauer Jugendgruppen an. Eine besondere Ehre war die Abhaltung des 15. Salzburger Feuerwehrjugend-Landeslager mit dem 31. Landesfeuerwehrjugend-Leistungsbewerb am 15. – 18. Juli mit 70 Gruppen aus dem gesamten Bundesland Salzburg. Im Rahmen der diesjährigen Florianifeier am 23. Mai konnten zwei neue Einsatzfahrzeuge, ein „Gefährliche Stoffe-“ und ein Wasserdienstfahrzeug, durch Landeskurat u. Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl gesegnet und in den Dienst gestellt werden. Die Patenschaft übernahmen zwei Zeller Bürgerinnen, Frau Gerda Schwaninger und Frau Margit Eder. Das 44. Zeller Volksfest auf dem Sportplatz- Festgelände, welches vom 8. bis zum 11. Juli stattfand, gehört zum jährlichen Zeller Feuerwehrprogramm. Die Bewohner von St. Anton freuten sich als unsere Gäste. Höhepunkt war eine Feuerwehrauto-Rundfahrt, der Vergnügungspark und eine anschließende Jause. Die Bezirks Alarm- und Warnzentrale Pinzgau (Funkname Florian Pinzgau) in der FF. Zell am See dient den Feuerwehren des Bezirkes Pinzgau als Leitstelle für die überörtliche Einsatzabwicklung und Disposition. Jeden Samstag werden von den Zeller Kameraden im gesamten Bezirk die Alarmierungseinrichtungen (Sirenen) ausgelöst – ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit im ganzen Pinzgau.

2011

Am 21. Jänner fand die 143. Mitgliederversammlung mit großer Beteiligung im Hotel Metzgerwirt statt. Vor vier Jahren entschloss sich OFK Leopold Winter, Taucher bei der Zeller Feuerwehr auszubilden. Geprägt von vielen theoretischen und praktischen Schulungen und Übungen hat sich die Tauchergruppe der FF bereits bestens bewährt, um Menschen in einer Notsituation rasche und kompetente Hilfe zu gewähren. In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Zivilschutzverband fand am Zeller Sportplatz die „Safty Tour“, eine Kinder-Sicherheitsolympiade, mit großer Beteiligung statt. Im Rahmen der Florianifeier in Schüttdorf am 29. April konnte das neue Tunnel-Vorhausfahrzeug mit viel Spezialausrüstung übergeben werden. Frau Viktoria Eder hat für dieses Fahrzeug die Patenschaft übernommen. Um bei Öl- und Umwelteinsätzen gut gerüstet zu sein, hat der Salzburger Landesfeuerwehrverband das sogenannte „Gefahrengut-und-Gefährlichestoffe-Fahrzeug“ In Zell stationiert. Umfangreiche Schulungen und Übungen durch die 20 Kameraden der Sondergruppe sind notwendig, um im Einzelfall einen reibungslosen Ablauf mit effizienter Hilfeleistung zu garantieren. Am 28. August kam es zu einem Flugzeugabsturz mit zwei beteiligten Flugzeugen, in der Nähe des Zeller Flugplatzes. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurden die vier Personen aus den Wracks befreit und ein dreifacher Brandschutz wurde wegen dem auslaufenden Treibstoff aufgebaut. Ein besonderes Anliegen ist die Ausbildung unserer Feuerwehrjugend, welche die Flughafenfeuerwehr in Salzburg am 1. Oktober besuchte. Die Fahrt mit dem 40 Tonnen Löschfahrzeug „MAN Panther“ war für unsere jungen Feuerwehr-Kameraden/innen ein besonderes Erlebnis. Der Feuerwehrjugend gehören 13 Mädchen und Buben an. Am 31. Oktober gab es Großalarm für die Zeller- und Nachbarfeuerwehren. Im sogenannten Abergerhaus in der Kirchengasse 2, im Zeller Stadtzentrum, ist ein Brand in den oberen Stockwerken ausgebrochen. Das Feuer im 400 Jahre alten Haus hat sich rasch zu einem Großfeuer entwickelt und es bestand eine große Gefahr für die Nachbarobjekte. Durch den raschen und nicht ungefährlichen Einsatz aller beteiligten Feuerwehrkameraden, 232 Mann, und mutigem Einsatz konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Zusammenarbeit der Zeller Einsatzkräfte mit den Nachbarfeuerwehren hat sich bei diesem Großbrand bestens bewährt. Nur mit guter Ausbildung und notwendiger Ausrüstung kann solch ein schwieriger Einsatz gemeistert werden.

2012

Der „Zeller Florian“ als eigene Informationszeitung, mit 92 Ausgaben seit 1990, wurde mit Jahresende 2011 eingestellt. Nun wird in der Zeller Gemeindezeitung „Hippolyt“ weiterhin über unsere Feuerwehr ausführlich berichtet. Am 31. März führte die Pinzgauer Feuerwehrjugend den 34. Wissenstest mit Wissensspiel in Zell am See durch. Teilgenommen haben 14 Jugendgruppen des Bezirkes mit 128 Teilnehmerinnen. Als Rahmenprogramm für die Jugendlichen wurde seitens der FF Zell eine Fahrt mit der neuen Drehleiter, Rundfahrten mit den Feuerwehrfahrzeugen sowie eine Führung durch die BAWZ angeboten. Die diesjährige Florianifeier fand in Thumersbach statt. Vom 6. bis 8. Juli ereigneten sich in und um die Zeller Eishalle die „ersten Tage der Feuerwehr“. Hier konnten sich die Zeller Bürgerinnen von der Schlagkraft und dem Ausrüstungsstand ihrer Wehr überzeugen. Ein Thema ist dem Brandschutz gewidmet und mit der richtigen Handhabe eines Feuerlöschers kann man im Falle eines entstehenden Brandes viel Schaden verhindern. Eine großangelegte Übung der Feuerwehren des Abschnittes 2 fand im Seniorenwohnheim Zell statt. Teilgenommen haben 8 Feuerwehren mit ca. 100 Männer und Frauen und 15 Fahrzeugen. Die anwesenden Beobachter, darunter Bürgermeister Hermann Kaufmann, sowie ABI 2 und BR Franz Eder, zeigten sich sehr zufrieden, angesichts der hochmotivierten und professionellen Hilfeleistung. Bewährt hat sich auch die Drehleiter mit Korb (DKL 23-12), die für Menschenrettungen aus großen Höhen und für Löschangriffe eingesetzt wird. Spezialkräfte der Pinzgauer Feuerwehren führten eine groß angelegte Alarmübung am Betriebsgelände der Fa. Hagleitner Hygiene Int. in Maishofen durch. 66 Mann von 8 Pinzgauer Feuerwehren bekämpften die Folge einer Havarie, mit ätzender Chemikalie gefüllte Kesselwagons. Bei der Übungsbesprechung wurde das gute Fachwissen der übenden Mannschaft voller Lob und Anerkennung erwähnt. Am 23. Dezember übergab BFK OBR Franz Fritzenwanger bei einer besinnlichen Feier in der Hauptwache Zell der Pinzgauer Feuerwehrjugend das Friedenslicht zur Verteilung.

2013

Bei der Florianifeier am 26. April am Zeller Stadtplatz konnten zwei neue Einsatzfahrzeuge in den Dienst gestellt werden. Diese zwei Tanklöschfahrzeuge ersetzen nun die alten Fahrzeuge von Zell und Thumersbach. Dankenswerterweise übernahmen Frau Sonja Schwaninger für Zell und Frau Viktoria Dirnberger für Thumersbach die Fahrzeug-Patenschaft. Die Hochwasserkatastrophe vom 1. bis 6. Juni war eine große Herausforderung für unsere Feuerwehr. Im Ortsgebiet wurden 160 Einsatzstellen gemeldet, darunter 70 Überflutete Wohnobjekte und 4 Tiefgaragen. Während des sechs Tage dauernden Einsatzes waren insgesamt 505 Mann von Feuerwehr und Bundesheer im Ortsgebiet von Zell eingesetzt. In der Zeller Eishalle fand ab 28. bis 30. Juni der „Tag der Feuerwehr“ unter großer Beteiligung statt. Neben der Fahrzeug- und Leistungsschau gab es auch ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm für die großen und kleinen Besucher. Einen gemeinsamen Ausbildungsabend absolvierten Kameradinnen und Kameraden der FF Zell und des Roten Kreuzes am Betriebsgelände der Fa. ZEMKA. Neben theoretischen Inputs wurde auf praktisches Arbeiten besonders Wert gelegt. So waren die Aufgaben „Hilfeleistung nach Verkehrsunfall“, „Menschenrettung mittels Drehleiter“ und „Erstentstehungs-Brandbekämpfung“, zu bewältigen. Alle Teilnehmer waren sich einig, diese Art von Zusammenarbeit auch in Zukunft weiter zu verstärken. Mit tiefer Betroffenheit mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser geschätzter Herr Bürgermeister Ing. Hermann Kaufmann, völlig unerwartet und viel zu früh, im 57 Lebensjahr von uns gegangen ist. Hermann hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Probleme der Feuerwehr und seiner Mitglieder. Auch in schwierigsten Einsatzsituationen ließ er es sich nicht nehmen, uns persönlich zur Seite zu stehen und uns damit ein Zeichen höchster Wertschätzung für unsere Tätigkeit entgegenzubringen. Mit seinem Ableben verlieren wir nicht nur einen ehrbaren Bürgermeister, sondern einen lieben Freund und einen besonderen Mitmenschen! Die Einsätze der Zeller Wehr mit 9879 Jahresstunden sind eine beachtliche Einsatzleistung. Ob Brand– Technische- oder Öleinsätze, Retten von Menschen und Tieren, Bergung von Toten stellen immer wieder hohe Anforderungen an das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehr.

2014

Internationalen Charakter erhielten die diesjährigen „Internationalen Feuerwehr Skimeisterschaften“ am 22. Februar mit Freunden aus den Partnerstädten Vellmar (Hessen) und Teunz (Bayern). Seit nun mehr als 20 Jahren werden die Mitglieder der Zeller Feuerwehrjugend bestens vorbereitet und in allen Teilen des Feuerwehrwesens ausgebildet. Derzeit sind 14 Jugendliche in Ausbildung und 4 werden dieses Jahr in den aktiven Dienst überstellt. Beim alljährlichen Wissenstest, diesmal in Neukirchen, waren vier Jugendliche erfolgreich. „365 ehrenamtliche Tage im Dienste der Allgemeinheit“, so lautete der Wahlspruch für die diesjährige Florianifeier am 25. April in Schüttdorf, mit bewährter Unterstützung der Bürgermusik. Eine besondere Ehre ist, dass unser Herr Stadtpfarrer, Mag. Christian Schreilechner der Zeller Feuerwehr beigetreten ist und zum Feuerwehrkurat ernannt wurde. Die Zeller Feuerwehrtage fanden vom 20. bis 22. Juni mit Festakt „20 Jahre Feuerwehrjugend“, Fahrzeug und Leistungsschau und Einsatzübungen statt. Ein Festprogramm in der Eishalle und Frühschoppen mit der Bürgermusik waren ein geselliger Beitrag. Eine besondere Leistung war die Teilnahme von acht Kameraden für das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (Feuerwehrmatura). Alle haben die Leistungsprüfung erfolgreich bestanden. Eine groß angelegte Übung der Einsatztaucher von der ASBÖ Wasserrettung und der Feuerwehr, fand am 24. Mai am Zellersee statt. 43 Frauen und Männer der verschiedenen Rettungsorganisationen waren an dieser umfangreichen und erfolgreichen Übung beteiligt. Eine bedrohliche Hochwassersituation ereignete sich in Bruck und Schüttdorf am 31. Juli aufgrund starker Regenfälle. Der Pegelstand der Salzach im Bereich ZEMKA und Gewerbegebiet Bruck ist bedrohlich angestiegen. Dieses Jahr wurden wieder hervorragende Leistungen zum Wohle der Bevölkerung erbracht. Wie alle Jahre wurde die Friedenslichtaktion von der Feuerwehrjugend und Betreuer als Zeichen des „Weihnachtsfrieden“ durchgeführt.

2015

Anlässlich der 147. Mitgliederversammlung, welche am 23. Jänner im Romantikhotel Metzgerwirt stattfand, wurde die Neuwahl des Ortsfeuerwehrkommandanten durchgeführt. Mit großer Zustimmung wurde ABI Peter Onz gewählt. Zu seinem Stellvertreter ernannte er HBI Manfred Mayer. Anwesend waren auch die Alt-Kommandanten Hans Onz, Josef Hörl, Leo Winter und Gerhard Blassnigg. Die diesjährige Florianifeier fand mit großer Beteiligung am 24. April in Zell statt. In Würdigung ihrer Leistungen während der vergangenen Funktionsperiode übergab OFK Peter Onz den Kommandanten außer Dienst, OFK Gerhard Blassnigg und OFK-Stv. BM Markus Schlosser, eine kleine Anerkennung. Zwei Höhepunkte dieser Florianifeier waren die Ernennung des Stadtpfarrers Mag. Christian zum neuen Landesfeuerwehrkuraten, die Weihe und Schlüsselübergabe des neuen Mannschafts-Transportfahrzeuges mit Fahrzeugpatin Therese Leonhardt. Das Zeugstättenfest unter dem Motto „Gemma Feuerwehrschauen!“ fand am 15. September als „Tag der offenen Tür“ für die Zeller statt. Neben dem umfangreichen Programm durfte der traditionelle Frühschoppen mit der Bürgermusik nicht fehlen. Zurückblickend musste dieses Jahr zu 66 Brandeinsätze und 236 technische Einsätze ausgerückt werden. Die Gesamttätigkeiten erforderten 15.020 Stunden um den Feuerwehrbetrieb entsprechend aufrecht zu erhalten.

2016

Anlässlich der 148. Mitgliederversammlung konnte das Kommando auf die umfangreiche Arbeit im abgelaufenen Jahr zurückblicken. Nur mit bester Ausbildung aller Kameraden waren die vielen Einsätze zu bewältigen. Wichtig ist die gute Zusammenarbeit aller Feuerwehren im Bezirk, wie es sich immer bei schweren Einsätzen zeigt. Die diesjährige Florianifeier fand am 29. April mit großer Beteiligung am Zeller Stadtplatz statt. Es gab zwei Höhepunkte bei dieser Feier, das 100-jährliche Jubiläum des Löschzuges Thumersbach und die Weihe des neuen Kommandofahrzeuges. Nach der Segnung übergaben die Fahrzeugpatin Patricia Onz und Bgm. Peter Padourek die Fahrzeugschlüssel an OFK ABI Peter Onz. Beim Zeugstättenfest vom 10.-11. September konnten sich die Gäste bei einem umfangreichen Programm über die wichtige Arbeit der Feuerwehr ein Bild machen. Unter dem Motto „Gut Luft“ leistet der seit dem Jahre 2009 gegründet Feuerwehr-Tauchdienst einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit am Zellersee. Neben umfangreichen Schulungen besuchte die Zeller Feuerwehrjugend den Leistungsbewerb in Oberalm und das Landes-Jugendlager. Durch ihre soziale Tätigkeit, gute Ausbildung und ihr kameradschaftliches Denken sorgen die Jugendlichen schon jetzt für eine sichere Zukunft unserer Gemeinde. Es war wieder ein einsatzreiches Jahr und die aktiven Kameraden mussten zu 27 Brandeinsätze, davon ein Großbrand, zu und 179 technische Einsätze ausrücken. Es werden von den Kameraden bei Ausbildung und bei den Einsätzen unzählige Stunden in ihrer Freizeit erbracht.

2017

Im Rahmen der 149. Jahreshauptversammlung am 27. Jänner im Romantikhotel Metzgerwirt begrüßte OFK Peter Onz zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrwesen. Der diesjährige Festakt zur Florianifeier fand auf dem Dorfplatz in Thumersbach statt. Ein Höhepunkt war die Weihe des neuen Versorgungsfahrzeuges, welches durch eine durchdachte Konzipierung gleich zwei in die Jahre gekommene Fahrzeuge ersetzt. Nach der Segnung übergaben Fahrzeugpatin Frau Erika Aigner, LBD Leopold Winter und Bgm. Peter Padourek die Fahrzeugschlüssel an OFK ABI Peter Onz. Beförderungen und Auszeichnungen sind der einzige Dank für die freiwillige und verdienstvolle Arbeit unserer Kameraden. Eine rege Teilnahme wurde bei diversen Freizeitprogrammen der „Feuerwehrsenioren,“ unter der Leitung von OBR Ing. Gislher Essl erzielt. Vom 2. bis 6. konnten die jungen Zeller Florianijünger gemeinsam mit den KameradenInnen aus Vellmar schöne Stunden in unserer Partnerstadt verbringen. Es war für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis. Im Zuge der Umstellung auf Digitalfunk und der damit verbundenen Anschaffung von Digital-Handfunkgeräte und Digitalpager für eine rasche Alarmierung, gab es wieder großzügige Spender. Der aktive Mannschaftsstand der Hauptwache Zell beträgt 80 Mann und jener des Löschzuges Thumersbach beträgt 34 Mann. 7 Zeller Fw. Funktionäre sind in wichtigen Landes-, Bezirks- oder Abschnittsfunktionen tätig. Landesfeuerwehrkommandant ist unser Kamerad Leopold Winter. Bis Jahresende gab es 22 Brandeinsätze, davon zwei Großbrände und 236 technische Einsätze. So konnten wieder hervorragende Leistungen zum Wohle unserer Bevölkerung erbracht werden.

2018

Die Arbeit und Tätigkeit der Zeller Feuerwehr, unter dem Stichwort „Retten – Löschen – Bergen – Schützen“, hat sich seit der Gründung im Jahre 1868, also vor 150 Jahren, nicht geändert. So war der 4. Mai anlässlich der “150. Florianifeier” ein besonderer Tag. Die „Florianimesse,“ zelebrierte unser Stadtpfarrer Landesfeuerwehrkurat Mag. Christian Schreilechner. Leider spielte das Wetter nicht mit und so musste der ganze Festakt nach der Messe in der Pfarrkirche abgehalten werden. Das Wetter hatte sich beruhigt und so konnte am Stadtplatz die Fahrzeugweihe unseres „Oldie-Tank 4 Zell” mit (Baujahr 1968) durchgeführt werden. Fahrzeugpatin Frau Christine Hofer und LBD Leopold Winter übergaben symbolisch den Fahrzeugschlüssel an OFK. ABI Peter Onz. Anschließend spielte unsere Bürgermusik mit der Rainermusik Salzburg den „K. K. Zapfenstreich.” Die Festveranstaltung mit größter Beteiligung fand vom 4. bis 6. Mai bei Traumwetter statt. Unter dem Motto „JUBIläum–Cecilia trifft Florian“ feierte man 3 Tage lang in und um die Zeller Eishalle: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 140 Jahre Bürgermusik, 90 Jahre Stadterhebung und 90 Jahre Schmittenhöhebahn. Nach dem Festakt beim Hallenbad gab es anschließenden einen großen Festumzug durch die Stadt. Die Besucher konnten sich bei der großen Feuerwehr- Geräte- und Fahrzeugschau mit anschließenden Leistungsvorführungen über die Schlagkraft der Zeller Feuerwehr überzeugen. Es boten sich zu den Festtagen viele Gelegenheiten, für die Zeller Bevölkerung mit den Jubilaren kräftig zu feiern. Eine umfassende Feuerwehrchronik unter dem Motto „150 Jahre Dienst am Nächsten“ gibt einen umfassenden Einblick in die langjährige Zeller Feuerwehrgeschichte.

2019

Die 151. Florianifeier fand dieses Jahr mit musikalischer Untermalung durch die Bürgermusik in Schüttdorf statt. Die Heilige Messe zu Ehren unseres Schutzpatrons zelebrierte unser Feuerwehrkurat Mag. Christian Schreilechner. Beim Festakt bedankte sich OFK Peter Onz bei allen Unterstützern der Feuerwehr und vor allem bei den Kameradinnen und Kameraden für ihren tatkräftigen Einsatz zum Wohle der Stadt Zell am See. Ein weiterer Höhepunkt war die Weihe des neuen schweren Rüstfahrzeuges. Nach der Segnung übergaben Fahrzeugpatin Sibylle Schultes und Bürgermeister Andreas Wimmreuter symbolisch die Schlüssel an OFK Peter Onz. Durch Lehrkräfte der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck gab es im Rahmen eines Schulungsabends die Möglichkeit, Tipps und Tricks zum Umgang mit Motorsägen zu erhalten. Am 11. Juni gab es nach einen heftigen Sturm am Zellersee Alarm für die Rettungsboote der Feuerwehr und Wasserrettung. Es mussten einige Personen, welche zuvor an Bord der gekenterten Segel- und Ruderbooten waren, gerettet werden. Nach dem Bezirksbewerb in Maishofen waren die Zeller Kameraden auch beim 28. Feuerwehr-Landesbewerb, am 29. Juni in Grödig, zum Erwerb des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze und Silber mit Erfolg angetreten. Neben dem Lob muss hier auch erwähnt werden, dass von den Teilnehmern für die Bewerbe viel Freizeit geopfert werden muss. Im Zuge der Friedenslichtaktion am 24. Dezember, von der Feuerwehrjugend durchgeführt und seit Beginn von der Bevölkerung sehr positiv angenommen, konnte dieses Jahr ein namhafter Betrag an Spenden lukriert werden. Gemäß dem Motto „Gemeinsam was Gutes leisten!“ kam der gesamte Reinerlös, verdoppelt durch den KIWANIS Club Zell am See, einer bedürftigen Familie in Zell am See zugute. Bis Jahresende mussten die 119 Einsatzkräfte zu 16 Brandeinsätze und 268 Technische Einsätze ausrücken.

2020

Das Jahr 2020 wird uns wohl allen „als Corona-Jahr“ in Erinnerung bleiben. Seit Gründung unserer Feuerwehr vor 152 Jahren hat es hat trotz Einschränkung zu den Kriegszeiten eine derartige Ausbreitung der Krankheit "COVID-19 Repositorium" noch nie gegeben. Sie hat uns mit voller Wucht am 10. März 2020 erreicht und das öffentliche Leben zum Erliegen gebracht. Dies hatte auch gravierende Auswirkungen auf unsere Feuerwehr. Alle Feiern, Versammlungen, Ausbildungstätigkeiten usw. mussten entsprechend dem „Lock-down“ auf Null gestellt werden. Es galt die Ausbreitung zu verhindern bzw. einzuschränken. Es war oberste Prämisse, den unverzichtbaren Einsatzdienst für unsere Bevölkerung aufrecht zu halten. Daher mussten wir alles dazu beitragen – ohne Panik zu verbreiten – unseren Einsatzdienst aufrecht zu erhalten. Viele Tätigkeiten und Handgriffe mussten im Feuerwehrwesen immer wieder geübt und gefestigt werden, damit diese im Einsatz, zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch entsprechend abgerufen werden konnten. Während des „Lock-downs“ hat sich das öffentliche Leben stark reduziert, was sich in der Reduktion der Einsätze niederschlägt. Trotz aller Widrigkeiten mussten 208 Einsätze mit 2454 Stunden unter strengsten Auflagen für die Allgemeinheit bewältigt werden. Die aktive Mannschaft der Hauptwache mit Löschzug Thumersbach beträgt 121 Mann/Frau. Die so wichtige Kameradschaftspflege hat seither praktisch nicht stattgefunden, um das Risiko der Ausbreitung der Krankheit innerhalb unserer Feuerwehr zu verhindern. Momentan ist man auf der Suche nach einem Standort für eine neue Feuerzentrale. Das derzeitige Haus ist nach 36 Einsatzjahren nicht mehr zu sanieren und bedarf einer dringenden Lösung für die Zukunft, um die Schlagkraft der Zeller Feuerwehr bei Tag und Nacht aufrecht zu halten.

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