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Schmittentunnel

Der Schmittentunnel wurde 1996 als Straßentunnel zur Entlastung für die Ortsdurchfahrt von Zell am See fertiggestellt.

Länge: von 5.111 m
Baukosten: € 50,87 Mio
Bauzeit: 1993-1996

Neben dem Nord- und dem Südportal des Tunnels kann zur Umfahrung des Ortsteils Schüttdorf kreuzungsfrei im Bereich Seespitz in Richtung Bruck/Mittersill in den Tunnel eingefahren und ebenso in Richtung Zell am See ausgefahren werden. Der Fluchtstollen im Bereich Einöd dient nicht als Angriffsweg für die Feuerwehr sondern ausschließlich als Fluchtmöglichkeit.

Der Tunnel ist in vier Abschnitte unterteilt: NORD1 vom Nordportal bis zum Fluchtstollen, NORD2 vom Fluchtstollen bis zur Lüftungskaverne, SÜD2 von der Lüftungskaverne bis zur Einfahrt Schüttdorf und SÜD1 von der Einfahrt Schüttdorf bis zum Südportal.

Für die FF Zell am See gilt es seit der Inbetriebnahme des Tunnels den Brandschutz sicherzustellen und die technischen Einsätze bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen zu bewältigen.

Gemäß dem Sonderalarmplan Schmittentunnel rücken folgende Fahrzeuge zum Einsatzort aus: Tank 3 Zell und Voraus Zell über den kürzesten Angriffsweg, Tank 4 Zell und Rüst über den zweiten Angriffsweg, Kommando Zell und Atemschutz Pinzgau zum nächstgelegenen Tunnelportal und ein Verbindungsoffizier zur Tunnelwarte nach Bruck an der Glocknerstraße.

Die für den Tunneleinsatz vorgesehenen Fahrzeuge sind jeweils mit einem BD96-Atemschutzgerät für 1 ½ Stunden Einsatzdauer und einem Sauerstoff-Selbstretter für die gesamte Fahrzeugbesatzung ausgerüstet. Weiters verfügen die Tanklöschfahrzeuge über einen fernsteuerbaren Wasserwerfer sowie alle Fahrzeuge über entsprechende Umfeldbeleuchtungen.

Da im Einsatzfall in einen verrauchten Bereich nicht mit den Fahrzeugen vorgerückt werden kann stehen an jedem Portal und beim Fluchtstollen sogenannte „Trollis“ zur Verfügung. Diese werden vorerst von den Fahrzeugen gezogen, an der Rauchgrenze rückt dann der Atemschutztrupp mit den entsprechenden Gerätschaften weiter vor. Am Trolli befinden sich fix gekuppelte B-Schläuche, Atemluftpufferflaschen, wasserführende Armaturen und Einrichtungen für einen Angriff mit einem Mittelschaumrohr. Die Wasserversorgung im Tunnel wird über in einem Abstand von jeweils 250m situierte Wandhydranten sichergestellt.

Über ein Tunnelfunksystem können die Einsatzkräfte untereinander, aber auch mit den Kräften außerhalb des Tunnels und mit der Tunnelwarte Bruck in Kontakt bleiben.

Sollte die tunneleigene Belüftungsanlage nicht mehr funktionieren verfügt die FF Zell am See über einen mobilen Großventilator (LFV Salzburg), mit dem der Angriffsweg für die Einsatzkräfte und dementsprechend auch der Fluchtweg der Zivilpersonen im Tunnel rauchfrei gehalten werden kann.